Mit Resilienz Veränderungen gestalten, ohne erschöpft in Resignation zu fallen.
- vanessaseemann
- 12. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Transformation sorgt immer für Spannungen – zwischen Alt und Neu, Gewohntem und Unbekanntem. Wie schaffen wir es, Veränderungen wirksam zu gestalten, ohne erschöpft in Resignation zu fallen? Dieser Frage sind Maik Birnbach und ich gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden beim People & Culture Festival nachgegangen.
Veränderung wird oft als Belastung erlebt, weil wir nur das Offensichtliche sehen: das Verhalten, das sich zeigt, die Konflikte, die entstehen. Doch darunter liegen die unsichtbaren Ursachen: Bedürfnisse, Werte, Ängste. Wer hinschaut, was unter der Oberfläche steckt, eröffnet Möglichkeiten für Verständnis, Zusammenarbeit und echte Weiterentwicklung.
Resilienz ist dabei nicht nur ein individuelles Thema.
Organisationen bestehen aus vielen Menschen und komplexen Systemen – sie brauchen kollektive Resilienz. Wie in einem Wald-Ökosystem stützt sich alles gegenseitig: Bäume, Pflanzen und Tiere tragen gemeinsam zum Gleichgewicht bei. Teams, die sich ihrer eigenen Bedürfnisse bewusst sind und die Dynamik des Miteinanders wahrnehmen, werden belastbarer, können Spannungen konstruktiv nutzen und Wandel gemeinsam gestalten.
Spannungen sind kein Problem, wenn wir ihre Ursachen erkennen und in den Dialog gehen.
Wer offen bleibt für den Prozess, wer nicht alles vorher wissen muss und Vertrauen als Basis für Zusammenarbeit versteht, verwandelt Unsicherheit in Energie und Chancen. Transformation gelingt, wenn wir Haltung zeigen – nicht als Einzelkämpfer, sondern im Kollektiv.
Wie werden wir also zum "resilienten Wald"?
Welche Strukturen, Haltungen und Kommunikationswege brauchen wir, damit Vertrauen wächst, Konflikte geklärt und Veränderung bewusst gestaltet werden kann? Wer bereit ist, unter die Oberfläche zu schauen, Spannungen als Chance zu begreifen und kollektive Resilienz zu stärken, kann Wandel wirksam, menschlich und nachhaltig gestalten.







